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Impressionen mit dem Wachsblock

geschrieben in die 100 Tage in Kassel, aktuell von Verlaufsbericht Montag Juli 30, 2007

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Der Wachsblock besucht ‘Ursache-Zukunft’

geschrieben in die 100 Tage in Kassel, aktuell von Verlaufsbericht Montag Juli 23, 2007

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Ein Kurzbesuch beim Kongress ‘Ursache-Zukunft’ in Dornach (CH) am vergangenen Wochenende mit dem ‘kleinen Wachsblock’ hat einige sehr erfreuliche Begegnungen ermöglicht, die unserem Vorhaben in neue Kanäle verhelfen können. So wurde der Wachsblock anläßlich der skulptur projekte münster 07 diesen Sommer von Hermann Pohlmann nach Münster eingeladen.

Ist Michel Foucault Roger M. Buergels Niccolò Machiavelli?

geschrieben in die 100 Tage in Kassel von Verlaufsbericht Donnerstag Juli 12, 2007

Hält man sich eine Weile im Bereich der documenta i.w.S., also an Orten der Kommunikation von Kunst in Kassel, auf, bemerkt man, wie die offizielle Veranstaltung documenta12 in das Gesamtgeschehen einzugreifen versucht.

Auf der anderen Seite ist festzustellen, dass für die Gegenbewegung im Sinne eines Austauschs sehr wenig bis kein Raum besteht.

Die Rektorin der Kunsthochschule Kassel, Prof. Dr. Karin Stempel beklagt den Umgang Buergels mit der Hochschule und anderen Institutionen, die sich ja als Multiplikatoren der documenta12 verstehen und auch geschichtlich mit der documenta verbunden sind. Buergel antwortet lapidar, dass er sich aussuche, mit wem er zusammenarbeite und dass die Leitung der Hochschule ihn nicht zu einer Zusammenarbeit inspiriert habe.

Bei der Auswahl, der auf der documenta12 gezeigten Künstler, ging Buergel auch seinen eigenen Weg. Den Weg der Bewerbung gab es nicht. Alles reduzierte sich auf Buergels Entscheidungen.

In diesem Sinne kann man Buergels Leitungsfunktion sicher als autokratisch bezeichnen.

Holger Liebs schreibt in der Süddeutschen Zeitung:
“Man schafft Situationen - die Documenta -, die die Handlungen anderer - der Besucher - beeinflussen. Buergel und Noack sind in diesem Sinne die Regierung der Documenta. Und wir sind das Volk - und dadurch “jenseits etatistischer Zwänge” ermächtigt, eine neue Regierung der Kunstbetrachter zu bilden.”

Der Arm dieser ersten Regierung reicht weit. Die Regierung der Kunstbetrachter ist in jeder Hinsicht von ihr abhängig.

Christian Hardt wurde vom Deutschlandradio zur Sendung Länderzeit eingeladen. Er nahm als geladener Gast zusammen mit OB Bertram Hilgen, Roger M. Bürgel, sowie einigen “MacherInnen” der documenta Organisation und des documenta Beirates teil. Ayse Güleç, die Sprecherin des Beirates - der ja zwischen Kassel und der documenta12 vermitteln soll -, bezeichnete es als Unverschämtheit, dass Christian Hardt, als nicht akkreditierter Künstler, an dieser Veranstaltung teilgenommen habe. Zwei Wochen später versuchte Guido Stemme im Gespräch mit Frau Güleç eine Klärung. Leider ließ sich die kultiviert und gebildet wirkende Dame nicht von ihrer Position abbringen. Auch der Verweis auf die Pressefreiheit führte nicht zu einem Einsehen.

Wer oder was wirkte durch diesen Menschen?

Werden die foucaultschen Positionen hier zur Machtentfaltung instrumentalisiert?

Wird kein Rückkanal geboten, wird die Ausweitung in das Gesamtgeschehen Kassels sehr problematisch.

Vielleicht, und das bleibt als Hoffnung, wird Buergel seine “Herrschaft” - nach ausgiebigem Genuß des Distinktionsgewinns - noch dazu nutzen, diese Struktur, als Prozess angelegt, aufzubrechen, um den Teilhabern so die Problematik (schmerzlich) zu verdeutlichen. Auf diesem Wege hätte Buergel die Möglichkeit, sich als wirklicher “documenta Macher” zu verewigen und nicht rasch als “nicht weiter erwähnenswert” zu vergehen.

Hierbei könnte ihm Hegel mit seinem Kapitel Herrschaft und Knechtschaft in der Phänomenologie des Geistes sicher wertvolle Anregungen vermitteln.

Honigprobe am Trafohaus

geschrieben in die 100 Tage in Kassel, aktuell von Verlaufsbericht Donnerstag Juli 12, 2007

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‘Bienen - Substanzen - Kultur’ im TRA.FO

geschrieben in die 100 Tage in Kassel, aktuell von Verlaufsbericht Mittwoch Juli 11, 2007

Ins Trafohäuschen am Lutherplatz wird heute am 11. Juli zum Thementag ‘Bienen - Substanzen - Kultur’ geladen. Währrend das Bienensterben durch die Medien ging, siedelte sich zu Anfang dieses Jahres ein Honigbienenschwarm auf dem Dach des Trafohauses in der Innenstadt an. Ab 15 Uhr stellt sich das Projekt ‘der Wachsblock’ dort vor. Ab 18 Uhr gibt es eine offene Gesprächsrunde mit Uli Nett von der Kasseler Bienenpflegegemeinschaft, der Beuys-Kennerin Dr. Rhea Thönges-Stringaris, dem Wachsblock-Künstler Christian Hardt und dem Kasseler Ortslandwirt Heiner Range. Honig aus einer Wabe des Trafo-Bienenstocks wird zur Verköstigung angeboten. Der übrige Honig wird den Bienen gelassen, damit sie über den Winter kommen.

Die Macht der Inszenierung

geschrieben in die 100 Tage in Kassel von Verlaufsbericht Dienstag Juli 10, 2007

Im Zusammenhang mit dem Rundgang der Kunsthochschule Kassel ist ein Erlebnis noch erwähnenswert. Einleitend darf auf das linke Foto verwiesen werden. Den Aufsteller schmückt der Text “Bratwurst and more”. Im Hintergrund sieht man die Reste der Arbeit “Template” von Ai Weiwei, die durch eine Windböe zusammenbrach.

Noack und Buergel schreiben in einem Pressetext zur documenta12 im Juni 2007:

“Die Erfahrung von Kunst ist stets die Erfahrung eines Lebenszusammenhangs. Wollen wir dieses Verhältnis neu bestimmen, so brauchen wir ein Mittel, das uns unserem unmittelbaren Lebenszusammenhang entrückt. Die ästhetische Erfahrung, die dort beginnt, wo Bedeutung im herkömmlichen Sinne endet, kann ein solches Mittel sein.”

Auf der rechten Seite sieht man den Wachsblock in Gesellschaft der in Amsterdam lebenden Künstlerin Niki Fröhling. Der Wachsblock wurde kurzfristig in das Konzeptkunstwerk “l`affaire privée” eingebunden. Zwei Studentinnen, Hanna Krueger und Julia Scheichen-Ost, haben einen Dönerladen in ein Professorenbüro geholt und inszenierten so eine Unterwanderung. Kleine, künstlerische, private Arbeiten, die sich erst auf den zweiten Blick zeigen, besetzen den Laden “parasitär”. Der Raum wird nach ihrer Aussage mehrschichtig und mehrdeutig.

Die Studentinnen stellen u.a. folgende Fragen:

Wie verselbständigt sich der Raum in der Benutzung?
Was bleibt Imbiss und was wird Ausstellung?
Welche Rolle spiele ich als Imbissbesucher?

Der Wachsblock wurde von einigen Imbissbesuchern als Gebrauchsobjekt wahrgenommen, als billige Plastik-Ablage für Getränke und Speisen, die ihre Zeit schon hinter sich hat. Der Block schien einfach nur lästig und unsympathisch. Ganz anders fiel die Reaktion einer Gruppe mit Habilitierten und Promovierten aus, die den Block eine Stunde früher auf dem Friedrichsplatz, dem ‘Vertikalen Erdkilometer’ koordiniert, präsentiert bekamen (s.u.). Diese Gruppe widmete sich konzentriert dem Gespräch mit Christian Hardt und einzelne Mitglieder näherten sich dem Block langsam und bedächtig.

Hier soll nun keine Bewertung des Geschehens erfolgen, die Erwähnung soll einfach für sich stehen.  

Ist die Moderne unsere Antike?

geschrieben in die 100 Tage in Kassel von Verlaufsbericht Montag Juli 9, 2007

moderneantike2.jpgDiese Frage stellt die diesjährige documenta 12 - aufgegriffen von dem Künstler Zaki Al-Maboren wurde sein Atelier (Kunsttempel) mit dieser Frage in arabischer Übertragung verhüllt. Diese Installation wurde am 9. Juli abmontiert. Dabei entstand das Photo.

Der Wachsblock auf dem Erdkilometer

geschrieben in die 100 Tage in Kassel von Verlaufsbericht Montag Juli 9, 2007

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Letzten Samstag war der Wachsblock am Morgen auf dem Friedrichsplatz in Kassel und stand dort auf der Installation “Der Vertikale Erdkilometer” (Walter De Maria, documenta 6, 1977). Eine Gruppe des Lions Clubs Kassel-Kurhessen kam zufällig vorbei und ließ sich von Christian Hardt über das Projekt informieren. Die nächste Station war die Kunsthochschule. Dort fand im Rahmen des so genannten Rundgangs die umfangreiche Präsentation studentischer Arbeiten statt. Der Wachsblock trat dort mit einigen Werken in Interaktion. Am Abend war der Block dann noch in den Goetheanlagen, die als sozialer Brennpunkt gelten. Wäre der Wachsblock nicht hochmobil, könnte dieses Spektrum an sozialer Atmosphäre nicht aufgenommen werden. Der Begriff des Nomadisierens reicht auf das altgriechische nomos zurück, was für Gesetz, Brauch und Übereinkunft steht, wobei es sich aus dem Begriff des Weidelands entwickelt hat. Die Weide ist das Gesetzte, das Stabilisierende. Nomadisieren heißt, Weideland zu wechseln, wobei die Weide in diesem Zusammenhange natürlich auch metaphorisch aufgefasst werden soll. Die Weiden der natur- und wirtschaftswissenschaftlich Lehrenden, der Kunststudenten und der sozial Defizitären spannen ja Felder und damit symbolische Räume auf, die in vielen Belangen nur wenige Schnittpunkte beinhalten. Da der Wachsblock ja auch eine einende, einigende Aufgabe beinhaltet, ist eben dieses Nomadisieren ein wesentlicher Teil des Projekts.

Der Wachsblock beim Rundgang

geschrieben in die 100 Tage in Kassel, aktuell von Verlaufsbericht Samstag Juli 7, 2007

In der Kunsthochschule Kassel findet derzeit der sogenannte ‘Rundgang’ statt. Die beste Gelegenheit das interessante Kunstschaffen dieser Wirkungsstätte kennenzulernen. Der Wachsblock wird sich heute auf diesen Rundgang begeben.

‘the Milena’ und ‘der Wachsblock’

geschrieben in die 100 Tage in Kassel, aktuell von Verlaufsbericht Samstag Juli 7, 2007

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Zuhause bei Frau Dr. Rhea Thönges-Stringaris im Rahmen einer performance der Expertengruppe Milena sind freundschaftliche Begegnungen und tiefe Resonanzen zwischen beiden Initiativen entstanden. Ein wunderbarer Nachmittag hinterläßt Vorfreude auf die Früchte dieses Treffens.

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