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Der Wachsblock auf dem Erdkilometer

geschrieben in die 100 Tage in Kassel von Verlaufsbericht Montag Juli 9, 2007

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Letzten Samstag war der Wachsblock am Morgen auf dem Friedrichsplatz in Kassel und stand dort auf der Installation “Der Vertikale Erdkilometer” (Walter De Maria, documenta 6, 1977). Eine Gruppe des Lions Clubs Kassel-Kurhessen kam zufällig vorbei und ließ sich von Christian Hardt über das Projekt informieren. Die nächste Station war die Kunsthochschule. Dort fand im Rahmen des so genannten Rundgangs die umfangreiche Präsentation studentischer Arbeiten statt. Der Wachsblock trat dort mit einigen Werken in Interaktion. Am Abend war der Block dann noch in den Goetheanlagen, die als sozialer Brennpunkt gelten. Wäre der Wachsblock nicht hochmobil, könnte dieses Spektrum an sozialer Atmosphäre nicht aufgenommen werden. Der Begriff des Nomadisierens reicht auf das altgriechische nomos zurück, was für Gesetz, Brauch und Übereinkunft steht, wobei es sich aus dem Begriff des Weidelands entwickelt hat. Die Weide ist das Gesetzte, das Stabilisierende. Nomadisieren heißt, Weideland zu wechseln, wobei die Weide in diesem Zusammenhange natürlich auch metaphorisch aufgefasst werden soll. Die Weiden der natur- und wirtschaftswissenschaftlich Lehrenden, der Kunststudenten und der sozial Defizitären spannen ja Felder und damit symbolische Räume auf, die in vielen Belangen nur wenige Schnittpunkte beinhalten. Da der Wachsblock ja auch eine einende, einigende Aufgabe beinhaltet, ist eben dieses Nomadisieren ein wesentlicher Teil des Projekts.

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